Vorwort

Einleitung

Ganz am Anfang dieses Vorworts und damit aller weiteren Texte zur LIVESITE Software möchte ich dem Leser einen warnenden, vielleicht auch hilfreichen, Hinweis geben:

Dieses Handbuch und die darin beschriebene Software wurden nicht von einem Informatiker, sondern von einem Grafikdesigner und Freischaffenden Künstler verfasst.

Verschiedene Konventionen werden Sie darin vermissen.

Vorwort

In Anbetracht der mittlerweile unübersehbaren Anzahl von Content Management und Grafik Software wird es vermutlich überflüssig sein eine weitere Software dieser Art zu veröffentlichen.

Das war allerdings nicht immer so.

Als ich 1984 meinen ersten PC (IBM PC XT) anschaffte und nach dem Einschalten des Geräts den Prompt auf dem Monitor erblickte, drängte sich mir die Frage auf, ob dieses blinkende Etwas nun wirklich Alles sein konnte was ich von dem einigermaßen teuren Gerät erwarten durfte.

Als Grafiker und freischaffender Künstler hatte ich damals mehr erwartet.

Derweil ich meiner beruflichen Tätigkeit in den darauf folgenden Jahren weiterhin mit Hilfe von Stift, Pinsel und Farben nachkommen musste, wurde mir gleichzeitig klar, dass ich mich eingehender mit den Maschinen würde befassen müssen.

Erzwungener Weise begann ich so mit der Programmierung meines Personal Computers, der sich als ein ausgesprochen dummes Gerät darstellte.

In den nachfolgenden Jahren war immer mehr Software für diese Maschinen erhältlich aber, eine Veranlagung zu einer selbständigen Intelligenz, so wie sie immer wieder Prognostiziert wird, kann ich den Maschinen auch heute noch nicht zuschreiben.

Die Software wurde allerdings entscheidend verbessert und verleiht den Maschinen mittlerweile manchmal sogar den Ausdruck einer eigenen Intelligenz. Ganz besonders haben dazu, die Vernetzung allgemein, das Internet, und die daran angeschlossenen Datenbankanwendungen beigetragen.

Unverändert durch den Fortschritt der Software, kennt vermutlich dennoch jeder Anwender auch heute noch den Moment, in dem er den Wunsch nach dieser oder jener zusätzlichen Funktion verspürt.

Als Grafikdesigner, aber auch als freischaffender Künstler, hatte ich mich besonders für strukturelle Zusammenhänge und deren Funktionen interessiert.

Die Programmierung von Computern hat sicherlich dazu beigetragen.

Mit den Jahren empfand ich die rein bildnerische Auswertung, oder Anwendung, von Strukturen als zunehmend unbefriedigend. Die von mir produzierten Erzeugnisse zeigten mir zu wenig Anwendungsmöglichkeiten und boten für mein persönliches Dafürhalten zu wenig Nutzen.

Auch wenn künstlerischen Erzeugnissen, wie Grafikdesign, sicher eine Funktion zugesprochen werden muss, hatte ich mit der Programmierung von Software eine gänzlich andere Art der Verwirklichung von Gedanken kennengelernt, die letztlich zwar auch zu einer Verbildlichung oder Vergegenständlichung führt, die jedoch, durch den Willen eines fremden Benutzers geprägt ist, und für diesen Benutzer konkret nutzbar wird.

Hier möchte ich dem möglichen Missverständnis entgegentreten, dass ich die Kommunikation, oder die Manifestation und Weitergabe von Gedanken, in Form von Kunstwerken für verzichtbar halte. Das Gegenteil ist der Fall: Die Künste, und die damit zusammenhängenden Erkenntnisse, werden zunehmend falsch ein- und unterschätzt.

Nachdem ich den Jahren 2004 bis 2007 mehrfach vergeblich versuchte Anschluss an ein Unternehmen zu finden, in dessen Software Abteilung ich meinem Wunsch nach Veränderung hätte nachkommen können, führten mich meine grundlegenden Betrachtungen dann im Jahr 2006 zu einer folgenschweren Entscheidung, die ich zwischendurch öfter mal hinterfragen musste: Ich beschloss meine künstlerische Arbeit auszusetzen und mich ferner mit der Programmierung einer (unerwünscht) eigenen Client-/Server Software zu beschäftigen.

Für interne Anwendungen hatte ich in den Jahren 1992 bis 1994 bereits eine Datenbankanwendung geschrieben, die ich im Jahr 2000, bedingt durch den Jahrtausendwechsel, anpassen musste.

In einer Diskussion der neuen Software trat dann die Frage auf, warum ich das nicht auf der Basis von freier Software und HTTP/XML basiert geschrieben hätte. Zumal ich bereits seit 1996 eine HTML Internetsite meiner Werke betrieb.
Das war natürlich eine gute Frage, der ich mich zwar direkt ergeben musste, aber der ich nicht umgehend nachkommen konnte.

Letzten Endes dauerte es bis zum Jahr 2006, bis dieser Frage Handlungen folgen lassen konnte, womit ich weiter oben anschließe: In der Entwicklung von Software ist es eben doch so, dass man selbst in Besitz eigenentwickelter Software, nicht kurzfristig Alles neu aufbauen kann.

In Zusammenhang mit dieser 2006 beschlossenen Kursänderung stellte sich natürlich auch die Frage, woher die erforderliche Wissensbasis zu erhalten ist.

Glücklicherweise hatte ich zu diesem Zeitpunkt einen Freund, der sich in Besitz einer Lagerhalle voller neuester Computerliteratur, es handelte sich um Belegexemplare, befand.

Unter großem Versprechen kein Buch jemals aus meiner Hand zu geben, war er so freundlich mir, nach Auswahl, rund 150 Kilogramm Literatur dauernd auszuleihen und mir dadurch zu einer Wissensgrundlage zu verhelfen.

Ich denke mir dass, mein Freund diesen Text hier lesen wird und, keinesfalls hier genannt sein möchte. Also: Vielen Dank Dir!

Gestärkt durch diesen 'Nürnberger Trichter' stand nun die Frage im Raum woher das praktische Wissen und erste Erfahrungen zu erhalten wären.

Nachdem ich zuerst eine MYSQL Datenbankmanager geschrieben habe, habe ich mich im Internet umgesehen und empfand es als eine brauchbare Idee ein wenig Erfahrung mit CMS Systemen zu sammeln.

Deshalb habe bei der !JOOMLA Community das Projekt 'enuGene' angemeldet und in den Jahren 2008 bis 2011 unter diesem Namen dort eine Menügenerator Software angeboten.
Diese Beschäftigung war für mich lehrreich, führte mich jedoch nicht an mein Ziel heran, sondern bot mir lediglich Einblicke in die 'Denkweise' eines CMS Systems.

Das mir besonders wichtige Ziel, dort Anschluss an einen konstruktiven Gedankenaustausch und ein Feedback von Benutzern zu erhalten, ist mir mit dieser Tätigkeit nicht gelungen. Insgesamt war ich überrascht, wie schnell dort Algogrithmen meiner Software in anderer Software wiedergefunden werden konnten.

Das ist grundsätzlicher Bestandteil einer GPL Lizenz, aber fand bemerkenswert, wie diese Ausbreitung gänzlich ohne jedes Echo stattfand.

Im Jahr 2011 stellte ich fest, dass mein Menügenerator einen sinnvollen Funktionsumfang erreicht hatte und, nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Kommunikation, schloss ich das Projekt 'enuGene' und startete das ursprünglich von mir beabsichtigte Projekt 'LIVESITE'.

Hatte ich in den Jahren zuvor schon viel Zeit mit der Programmierung von Computern verbracht, so übertrafen die nach 2011 folgenden Jahre alle meine Wünsche und Erwartungen. Computer entwickeln im Rahmen eines umfangreichen Softwareprojekts durchaus eine unwiderstehliche Anziehungskraft.

Mein Freund Arno hatte mir im Jahr 2005 einmal gesagt: ”Die kochen auch nur mit Wasser.“ Ich antwortete ihm damals bereits: ”Ja! – Aber die Frage ist: Mit wie viel Wasser.“

Mittlerweile kann ich feststellen, dass der Topf recht groß und sehr gut mit Wasser gefüllt ist.

Im Jahr 2018 und mit der Entwicklerversion 1.1.8, kommt die Software allerdings Dem nahe, was ich mir im Jahr 2005 vorgestellt habe:

Einem lokalen Anwendungsserver für Buchführung, Leistungserfassung und Mietnebenkostenabrechnung im Intranet, der auch bei einem öffentlichen Hoster installiert werden kann und von dort aus entweder als Fileserver oder als CMSystem Daten versendet und empfängt.

Voraussichtlich wird das Projekt im Jahr 2019/20 mit der Entwicklerversion 2.0 abschließen.

Schluss

Nachdem dieses Vorwort nun eine ausreichende Länge gefunden hat, möchte ich nun zum Abschluss kommen und an den Anfang des Textes zurückkehren.

In Anbetracht der mittlerweile unübersehbaren Anzahl von Content Management und Grafik Software stellt sich die Frage nach dem Sinn und Zweck weiterer solcher Software Entwicklungen. - Nicht Jedem ist mein Handeln zur Nachahmung empfohlen.

Wer jedoch sein mehrstufig rekursives Denken durch jahrelang anhaltendes Training fördern möchte, ein entsprechendes finanzielles Fenster für sich sieht, und kein Problem mit dem Verzicht auf 'Shopping' hat, der kann sich durchaus an so einem etwas umfangreicheren Softwareprojekt messen.

Credits

Mein ganz besonderer Dank geht an mir sehr liebe Personen, die mir diese Entwicklung finanziell ermöglichten und diese Unterstützung, entgegen ihrer eher verständnislosen Position zu Computern, auch in entnervten Phasen aufrecht erhalten haben.

Mein Dank für bereitgestellte Software geht an:

IBM, Zend, Oracle, SuSe Team, DEC, Apache, Open/LibreOffice.